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Wie Phoenix aus der Asche..



K. hat das mal gepostet, lange bevor ich wußte, daß ich ihn damit mal beschreiben können würde. Unsere ganze "Beziehung", vom ersten Tag bis heute.

Es war rot. Knallrot.
Mit einem roten Kleid - das ich nicht gekauft habe - hat es angefangen.
Seine ganzen Versuche, mich rumzukriegen, waren "rot" wie das Tuch des Toreros. Und ich bin mit schnaubenden Nüstern und gesenkten Hörnern darauf eingestiegen.
Hab ihn davongeschubst, angelockt, mit ihm mein Spiel gespielt - so wie er seines mit mir.
Und dann der große Knall. Heiß auflodernd, wie ein Feuer aus Fichten- und Erlenholz. Und mit der gleichen geringen Brennzeit.

Die Zeit dazwischen war kalt. Tiefblau. Wie Gletscher.
Und so still wie ein tiefverschneiter Wintertag.
Sahen oder hörten wir uns nicht, gab es wenig, das mich gewärmt hätte. Es war, als würde ich in Kältestarre fallen, bis unser Aufeinandertreffen wieder alles auftaut.

Der Schluss war nicht "dark grey" - eher tiefschwarz..

"Ich will, daß wir keinen Kontakt mehr haben."


Als hätte mir jemand gleichzeitig in den Magen und die Nieren geschlagen und das Herz herausgerissen.
So schmerzhaft, daß kein einziges Gefühl mehr übrig geblieben ist. Wie taub.

Keine Kälte.
Keine Hitze.
Nur Taubheit.



Er meinte, er wäre nicht gut für mich, würde mich nur verletzten, mir nicht gut tun.
Im Nachhinein war das wohl für Momente richtig.
Er hat mich so gründlich zerfetzt, daß ich dachte, ich würde nicht mehr richtig zusammenwachsen. Als würden wichtige Teile fehlen.

Aber über alles betrachtet, stimmt genau das Gegenteil.
Weil ich genau das gebraucht habe, was er mir gegeben hat.
Rasende Leidenschaft, wie verrückt gewollt werden, das Hirn ausschalten, einen Scheiß auf das Morgen geben. Meinen Egoismus ausleben, trinken, lachen, schreien, wüten, rasen, toben.

Er hat in mir etwas geweckt, von dem ich dachte, es wäre nicht mehr da. Bestenfalls verschrumpelt und verstaubt in einer tiefen Ecke. Die Entdeckung, daß da noch Wildheit ist, Leidenschaft, Raserei. Und daß es mich erstickt, wenn das nicht raus kann.
Daß ich mich selbst verleugne, wenn ich es wegsperre.

Danke dafür. Auch wenn Du das hier nicht liest und wir, wie Du es Dir gewünscht hast, schon lange keinen Kontakt mehr haben.
Danke, daß Du mir eingeheizt hast, mich buchstäblich aufgetaut hast und mir wieder Leben eingehaucht hast.
Danke, daß Du dazu beigetragen hast, daß ich mich selbst klarer sehe.

Und wie geht's jetzt weiter?
Ich hatte keine Vorsätze für's neue Jahr.
Aber ich werde öfter mal absichtlich meinen Stolz in Gefahr bringen und weniger auf die Fassade achten.

Und mit C. fang ich an.
Scheiß doch drauf, was irgendwer von mir denkt. Was hab ich schon zu verlieren.

1.1.15 22:47
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Doreen / Website (1.1.15 23:42)
...deine Worte, Gedanken, Gefühle sind so echt, weil sie "aus dem Leben" geschrieben sind, wie es ist..., so geht es mir grad auch.
Alles Gute fürs Neue Jahr!
und LG Doreen


joker01 / Website (2.1.15 00:24)
Klingt doch garnicht so schlecht. Ich wünsche dir, dass es dieses Mal für immer hält.

P.S. Frohes neues Jahr.


Blue (2.1.15 11:58)
Ach.. "für immer" ist immer so groß. So gewaltig.
Für heute, morgen, übermorgn ist doch schon mal ein Anfang. Und wenn man sich jeden Tag neu dafür entscheidet, dann reicht das. :-)

Euch auch ein frohes neues Jahr.


joker01 / Website (4.1.15 11:19)
Das stimmt schon, man sollte erst einmal kleine Schritte machen.
Schritt für Schritt hinein ins Glück.
Genieße jeden Tag und sei glücklich.

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